| Schon
1938 hatte Louis Renault vorausgesehen, dass in Anbetracht des
sinkenden Wohlstandes in Frankreich ein Bedarf nach einem kleinen
Volkswagen vorhanden war. Er sah 1939 am Autosalon in Berlin den
"Kraft-durch-Freude-Wagen" von Ferdinand Porsche. Das
Renault-Studienbüro begann mit ersten Skizzen für einen neuen
Kleinwagen und mit der Entwicklung eines neuen, sparsamen Motors. |
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| Die
erste Idee für einen "4CV" ist in dieser Skizze vom 30.
April 1940 aufgezeichnet (vereinfacht dargestellt). Doch bereits am
14. Juni 1940 besetzten die deutschen Truppen Paris. Die
Renault-Werke durften nur noch Lastwagen für die deutsche Armee
herstellen. Alle Entwicklungsarbeiten waren verboten. Trotzdem beginnt im Winter 1940 eine kleine Gruppe von Ingenieuren im Geheimen
mit der Entwicklung eines modernen Kleinwagens. Trotz Materialmangel
läuft am 7. Februar 1942 erstmals der neu entwickelte Motor mit einem Hubraum von
757 cm3. In der Zwischenzeit ist auch ein Prototyp eines Kleinwagens
fertig gestellt worden. Die erste Probefahrt wird am Abend
des 23. Dezembers 1942 unternommen. |
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| Der
erste, hellgrün gestrichene Prototyp des 4CV ist zwar ausgesprochen
hässlich,
aber ein sehr geeignetes Versuchsobjekt. Dank einer
Aluminium-Karrosserie, die einfachheitshalber möglichst mit
einheitlichen Rundungen gebaut wird, wiegt der Wagen nur 457 kg.
Mit einem Viergang-Getriebe ausgerüstet, wird eine
Höchst-Geschwindigkeit von 84 km/Std. erreicht. Dank mehreren
Probefahrten in den Wäldern nahe Paris, kann das Fahrzeug laufend
verbessert werden. Im September 1943 interessiert sich nun auch
Louis Renault für den neuen Kleinwagen. Er entscheidet jedoch, statt
des 4CVs, den Prototyp eines 11CV-Mittelklasse-Wagens weiter zu
entwickeln. |
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| Die
Arbeiten am zweiten Prototyp werden trotzdem weiter geführt. Er
erhält eine wesentlich ansprechender gestaltete,
2-türige Karrosserie aus Stahlblech. Ausgerüstet mit dem
verbesserten Motor und einem Dreigang-Getriebe, ist der Wagen immer
noch 463 kg leicht. Die erste Probefahrt mit diesem bordeaux-roten
Auto erfolgt am 17. März 1944. Am 20. August 1944 werden die
Renault-Werke von den Alliierten befreit und am 4. Oktober von der
Regierung zur "Regie Nationale des Usines Renault" verstaatlicht. |
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| Pierre
Lefaucheux, der neue Renault-Präsident, lässt weitere 4CV
anfertigen. Im November 1945 entscheidet schliesslich der
zuständige Minister, dass bis in 5 Jahren 170'000 4CV gebaut werden
sollen. Nun ist auch der 3. Prototyp fertig, welcher bereits
annähernd die definitive Form mit 4 Türen aufweist, und es wird
mit der Produktions-Vorbereitung begonnen. Das Industrie-Ministerium
holt im Herbst 1945 die Meinung des Kriegsgefangenen Ferdinand
Porsche über das 4CV-Projekt ein. Angesichts der
fortgeschrittenenen Arbeiten kann dieser aber keine konkreten
Vorschläge mehr machen. Bis zum Herbst 1946 sind 40
Vorserien-Fahrzeuge hergestellt worden, die nun auf den Strassen
Europas und Afrikas intensiv getestet werden. |
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| Am
3. Oktober 1946 wird der erste Auto-Salon nach dem Krieg in Paris
eröffnet. Die grosse Sensation ist der neue Renault 4CV, welcher
von den Menschenmassen umlagert wird. Doch für viele Franzosen
bleibt das eigene Auto noch ein Traum: Die Serienproduktion beginnt
erst im Laufe des Jahres 1947. Im folgenden Jahr beträgt der
Verkaufspreis
245'000 Francs. (Fortsetzung siehe "Renault Heck 4CV" /
"Modelle") |
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